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Donnerstag, 21. April 2022

Der Prinz aus Ayn

 



Rezension von Luise, 13 Jahre alt


In dem Buch der Prinz aus Ayn geht es um ein taubes Mädchen namens Farida. Sie ist die Mystikerin ihre Clans Ayn. Als Farida immer öfter von einem Traum, der sie nicht ruhig schlafen lässt, verfolgt wird, entschließt sie sich zu einer schweren Reise aufzubrechen. Da sie allerdings als Mystikerin einer wichtigen Rolle in ihrem Clan spielt, darf sie nicht allein gehen. So entschließt sich Prinz Aziz, der Sohn von dem Anführer des Clans, mit ihr zukommen und sie zu beschützen. Ein gefährliches Abenteuer beginn…

 

Wow! Ich bin begeistert! Ich muss sagen, am Anfang war ich nicht ganz überzeugt von dem Klappentext, aber schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass ich hier ein unfassbar gutes Buch in den Händen halte. Die Geschichte hat mich von schon nach den ersten Seiten mitgerissen und ich wollte immer weiterlesen. Das Einzige, was mich am Anfang irritiert hat war, dass das Buch nicht aus der Ich- Perspektive geschrieben wurde. Nach ein paar Kapiteln habe ich mich allerdings daran gewöhnt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig uns so gemacht, dass man sich sehr gut in die Personen hineinversetzen kann. Allerdings war im am Ende sehr sauer! Das Buch endet mit einem Cliffhänger, der wirklich verboten werden sollte. Ich war wirklich enttäuscht, dass ich mich jetzt (hoffentlich nur erstmal) von Farida, Prinz Aziz und allen anderen verabschieden muss. Ich hoffe aber natürlich ganz fest auf einen Band 2 und wenn es diesen gibt, werde ich ganz bestimmt, mit eine der ersten sein, die sich das Buch kauft. Definitiv ist es eins meiner neuen Lieblingsbücher geworden!


5 Sterne


Der Prinz aus Ayn

von Gianna Fröhlich

aus dem Book King Verlag

ISBN; 978-3740988494

Sonntag, 30. Januar 2022

Auf den ersten Blick verzaubert

 


Rezension von Luise, 13 Jahre alt


Als Ophelia merkt, dass sie das magische Gen ihrer Familie geerbt hat, bricht ihr Leben in Chaos aus. Sie hat nur sehr wenig Zeit, um ihre Künste sinnvoll benutzen zu können, denn momentan verwandelt sie sich immer dann, wenn sie es nicht will. Sie hat bis zu ihrem 16. Geburtstag Zeit sich in einen Jungen aus ihrem Jahrgang, Cliff, zu verwandeln. Cliff ist ein Junge, den Ophelia gar nicht interessant, sondern eher langweilig findet. Hätte ihr Verwandlungsobjekt nicht ihr Schwarm Adrien sein können? Aufregende Wochen beginnen für Ophelia und mehr und mehr wir ihr klar, dass Cliff evtl. doch nicht so langweilig ist.

 

Bewertung:

In diesem Buch steckt so vieles drin: Fantasie, Liebe, Leben, und Teenager-Probleme. Es ist toll, dass alles mal in einem Buch zu erleben, was eigentlich eher im kindlichen Stil geschrieben ist. Es hat mir so viel Spaß gemacht zu lesen, wie schon lange kein Buch mehr, da es so verspielt geschrieben ist, aber trotzdem für etwas Ältere geeignet. Es gibt nicht wie z.B in vielen Young Adult Büchern nur ein Thema, sondern zeigt wie süß Teenie- Liebe doch sein kann. Das Einzige, was ich seltsam finde ist, dass Ophelia 16 wird und ich finde das dieses Buch eher zu einer 14.-jährigen Hauptdarstellerin passt. Trotzdem ist es zu einem meiner Lieblingsbücher geworden.

5 Sterne


Auf den ersten Blick verzaubert

Sonja Kaiblinger

aus dem Dressler Verlag

ISBN: 978-3791500713

Freitag, 14. Januar 2022

Verliebe dich nie in einen Rockstar

 



Rezension von Luise, 13 Jahre


Alex (Acid, sein Rockername) kommt neu in Zoeys Klasse. Es gibt schon allerlei Gerüchte über ihn, doch das ungewöhnlichste an ihm ist, dass er nicht nur ein normaler Schüler, sondern auch ein Teenie-Rockstar ist. Genau deshalb möchte Zoey auch nichts mit ihm zu tun haben. Pech für sie, denn aus irgendwelchen Gründen, lässt Alex sie nicht in Ruhe und flirtet ständig mit ihr. Zoey ist zwar eigentlich echt genervt, merkt aber genau, dass Alex sie auf eine Weise verändert, die ihr noch komplett unvertraut ist

 

Ich fand das Buch sehr gut. Es hat genau die richtige Mischung aus Romantik und Witz. Es hat mich gefesselt. Außerdem kommen in dem Buch Songs vor, die dort mit Namen aufgeschrieben werden, sodass man sie mithören kann. Es ist ein sehr toller Schreibstill.


4 Sterne

Verliebe dich nie in einen Rockstar 

von Teresa Sporrer

Aus dem Verlag Carlsen

ISBN: 978-3551314949


Sonntag, 7. November 2021

Virgo Hearts




Rezension von Lena, 19 Jahre alt

In einer unbekannten Zukunft hat sich England von allen internationalen Verbindungen losgesagt und wird nur noch von Frauen regiert. Männer sind aus der Gesellschaft ausgeschlossen und werden in hermetisch abgeriegelten Internaten von Geburt an zu absolutem Gehorsam und Unterwerfung erzogen. Maxine hat gerade ihren Schulabschluss gemacht und blickt auf eine strahlende Zukunft: Ihre Mutter ist Politikerin und Maxine hat vor in ihre Fußstapfen zu treten. Da kommt ihr das Projekt, das ihre Mutter aufs Auge drückt, leider ziemlich in die Quere. Ausgerechnet sie, die regeltreue Maxine, soll für mehrere Wochen in einem Jungeninternat leben und dort die fünf besten Zehnkämpfer aussuchen, die dann an den Olympischen Spielen in Hamburg teilnehmen sollen. Maxine ist sich sicher, dass sie keinen der Jungs in ihre Nähe lassen wird, schließlich sind Jungs Tiere, die nichts als ihre Triebe kennen! Aber je länger Maxine Zeit mit den Jungs verbringt, desto mehr Unstimmigkeiten fallen ihr auf. Wie gerecht ist eine reine Frauengesellschaft wirklich?

Puh. Also… Dieses Buch hat mich umgehauen. Ich bin echt baff, wie unerwartet heftig es ist, denn ich war eigentlich auf der Suche nach leichter Lektüre für eine Freistunde. Leicht zu lesen sind die Bücher immer noch, der Schreibstiel ist sehr flüssig, man liest alles in einem Rutsch. Aber das liegt auch vor allem an der Spannung, die das gesamte Buch über da ist. Auch der Cliffhanger ist echt übel, ich bin sehr froh, dass ich gleich mit dem zweiten Band weitermachen konnte. „Virgo Hearts“ ist nämlich der Auftakt einer Trilogie, die ich noch nicht ganz zu Ende gelesen habe, es aber kaum erwarten kann, zu erfahren, wie es ausgeht. Gleich am Anfang der Reihe wird man mit den harten Fakten konfrontiert: Die Verbrechensrate in England ist auf fast Null gesunken, es gibt keine Vergewaltigungen mehr. Das sind alles erstrebenswerte Dinge, an deren Umsetzung unsere heutige Gesellschaft leider scheitert. Trotzdem ist auch in Maxines Land längst nicht alles in Butter, denn schließlich wird eine Bevölkerungshälfte unterdrückt und einer sogenannten Behandlung unterzogen, die nicht nur impotent macht, sondern bei vielen zu Depressionen führt. Maxine erfährt erst von der Brutalität dieser Behandlung, als die von ihr aussortierten Athleten sofort „behandelt“ werden. Das Gruseligste: Danach verschwinden diese Jungen komplett aus dem Geschehen des Buches, sie werden nicht wieder erwähnt. Maxine ist zunächst sehr linientreu und ekelt sich sogar vor Liebesfilmen, in denen Paare sich küssen, weil sie dies als Zeichen weiblicher Unterwerfung ansieht. Die englische Gesellschaft lebt nämlich komplett enthaltsam und kennt keine Art der romantischen Liebe, was in Hamburg zu einigen witzigen Missverständnissen führt.

Trotz allem Humor und der Tatsache, dass es ein Jugendbuch ist, wird mir „Virgo Hearts“ vor allem dafür in Erinnerung bleiben, wie gruselig unbeschwert Maxines Leben vor ihrer Zeit im Internat war. In den meisten Dystopien geht es nämlich nicht um linientreue Menschen, das ist hier anders. Maxine verschwendet nicht einen Gedanken daran, wie es den Männern geht und sieht in ihnen am Anfang nichts als Objekte und Tiere. Wie schnell sich die Rolle des Opfers zu der des Aggressors wandeln kann, wird in dem Staatssystem sehr klar. Eine Reihe, die mir vermutlich noch etwas nachhängen wird und die man als junge Frau lesen sollte…

5 von 5 Sterne


Virgo Hearts

von Leslie Delhaes

Kindle Original

ASIN: B08K7GFRZM

Freitag, 5. November 2021

Love, Simon

 


Eine Rezension von Mirja, 13 Jahre alt.

In dem Buch geht es um Simon, der sich über ein anonymes Portal von seiner Schule mit einem Jungen online getroffen hat. Dieser heißt Blue und mit dem schreibt er momentan sehr viel. Plötzlich verliebt sich Simon in Blue, aber er weiß natürlich nicht, wer Blue ist und Blue weiß nicht, wer Simon ist. Sie gehen auf die selbe Schule, aber sie kennen sich nicht und dann passiert halt etwas nicht so Gutes und auf einmal wird Simons ganze Welt auf den Kopf gestellt, seine Freunde vertragen sich nicht mehr und generell, nichts funktioniert mehr…


Ich würde dem Buch 5 Sterne geben, weil es mir extrem gut gefallen hat und es ab 12 Jahre und vielleicht eher für Leute, die so Liebesromanzen mögen, empfehlen. Mir hat sehr gut gefallen, dass man bis zum Ende nicht weiß, wer Blue ist und dass die ganze Zeit die Spannung aufgebaut wird und man deshalb spekuliert, wer es sein könnte und wer nicht. 


Love, Simon

von Becky Albertalli
aus dem Carlsen Verlag
ISBN 978-3551317520


Freitag, 16. April 2021

Royal - Ein Königreich aus Glas

 


Eine Rezension von Lena, 18 Jahre alt

Das Königreich Viterra ist durch eine Glaskuppel von der Außenwelt abgeschirmt. Der Rest der Welt wurde Jahrzehnte zuvor in einer Reihe von Kriegen komplett verwüstet und ist atomar verstrahlt. Tanya lebt bei ihrer Tante und ihrem Onkel, möchte aber viel lieber bei ihrer großen Schwester und ihrem Mann wohnen. Die einzige Bedingung dafür ist: Sie muss sich bei der Auswahl anmelden. Die Auswahl, das ist ein riesiges TV-Event, bei der der Thronfolger von Viterra eine Frau sucht. Der einzige Haken ist, dass gleich vier junge Männer teilnehmen und niemand weiß, wer denn eigentlich genau der Prinz ist. Als Tanya tatsächlich ausgewählt wird, verändert sich ihr Leben von Grund auf. Nicht nur, dass sie jetzt im Palast wohnt, nein, auf sie sind fortan alle Kameras in Viterra gerichtet. Und auch wenn Tanya eigentlich nicht auf der Suche nach der großen Liebe ist, sprühen zwischen ihr und Phillip, einem der vier jungen Männer, Funken. Zum Glück ist Phillip bestimmt nicht der Prinz, dazu ist er doch ein viel zu großer Mistkerl, oder?
„Royal – Ein Königreich aus Glas“ ist der Auftakt der „Royal-Reihe“, die man (je nach Ausgabe) als Trilogie oder als sechsteilige Reihe erwerben kann. Viterrra ist ein ganz verrückter Mikrokosmos. Einerseits wird alles per Kutsche transportiert, denn die Rohstoffe für Kraftfahrzeuge sind schon lange nicht mehr vorhanden, andererseits gibt es geheime Einrichtungen, in denen an Seren gearbeitet wird, die das Gedächtnis verändern. Ein Blick in die „Geschichte“ des Königreiches erklärt diese Umstände aber: Die Kuppel wurde in den 1960er irgendwo in der sibirischen Einöde errichtet und in den Achtzigern schottete sich Viterra komplett ab. Die Gesellschaft in Viterra ist also ein komischer Hybrid zwischen etwas altmodisch und Science-Fiction, denn seit diesem Krieg sind mehrere Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte verstrichen. Genug jetzt zu Viterra, kommen wir nun zur Story. Ab und an holpert diese ein bisschen, aber sie fängt sich immer wieder. Tanya fand ich einen ausgesprochen interessanten Charakter, denn sie wirkt nach außen oft kühl und eingebildet, als Leser kommen wir ihr als Ich-Erzählerin aber sehr viel näher und können ihre Handlungen deutlich besser einschätzen. Phillip hingegen… Naja, ich kann verstehen, warum Tanya ihn toll findet, auch wenn er absolut nicht mein Typ ist. Die Auswahl wird zwar von einem großen Geheimnis dominiert, aber Phillip schleppt noch deutlich mehr mit sich herum und stößt Tanya lieber von sich, als sich ihr anzuvertrauen. „Royal“ wird durch seine extrem gut ausgearbeiteten Charaktere eine wirklich besondere Buchreihe. Selbst die Nebenfiguren haben ihre eigenen Handlungsstränge und ihnen wird genau so viel Platz in den Büchern eingeräumt, wie sie brauchen. Viele von ihnen (Phillip leider ausgenommen) machen auch eine sehr deutliche Entwicklung durch, besonders Tanya. Alles in allem eine gute Story, die gerade zum Ende der Reihe hin, sehr viel Fahrt aufnimmt, sodass ich das letzte Buch kaum noch aus der Hand legen wollte.

Royal - Ein Königreich aus Glas

von Valentina Fast

aus dem Carlsen Verlag

ISBN: 978-3551316356

Being Young


Eine Rezension von Lena, 18 Jahre alt

Being Young ist eine Reihe literarischer Monologe, in denen es sich alles um das Erwachsenwerden dreht. Literarische Monologe ist eine Art Gedicht oder eine Kurzgeschichte, das immer aus der Ich-Perspektive geschrieben ist und das Innenleben der Hauptfigur sehr ausführlich beschreibt. Das klingt jetzt erstmal sehr theoretisch oder vielleicht auch langweilig, aber das Gegenteil ist der Fall. Die meisten haben bereits literarische Monologe gelesen oder vielleicht auch schon geschrieben, denn was ist ein Tagebuch denn sonst? Ein ganzes Buch für Jugendliche, das rein aus diesen Monologen besteht, ist aber ungewöhnlich und das macht es so gut. Denn (und das wird im Buch sehr gut beschrieben) Erwachsenwerden ist ungewöhnlich und leider muss man da auf weiter Strecke auch allein durch, zumindest fühlt es sich so an.  Die Autorin Linn Skåber bietet auch keine Lösungen oder Ratschläge an, mit denen man sowieso nur bedingt was anfangen kann, es geht einzig und allein darum, sich nicht mehr ganz so allein zu fühlen und den Versuch sich selbst zu finden. Es ist auf eine komische Art befreiend, dass „Being Young“ keine Selbstoptimierungsorgie ist, bei der man von Leuten weit jenseits der Pubertät erklärt bekommt, wie man sich optimal in die Gesellschaft einfügen kann. Es gibt kaum Bücher, mit denen ich am wenigsten anfangen kann als mit diesen, denn im Rückblick sind die Autoren natürlich schlauer. Klar ist es falsch seine Eltern anzuschreien, aber bis 20 zählen hilft da nicht viel. Außerdem, mal ganz ehrlich, welcher Erwachsene tut das denn? Deshalb ist „Being Young“ so gut. In den Geschichten geht es oft darum, dass die Protagonisten Fehler gemacht haben oder sich in einer Situation befinden, die absolut nicht optimal ist, aber das ist nicht schlimm. Die Situation ist, wie sie ist, und sie wird auch oft nicht aufgelöst. Trotzdem oder gerade deshalb habe ich mich unglaublich oft in ihnen wieder erkannt. Aber nicht nur Jugendliche werden sich selbst wieder finden, auch Erwachsene sollten dieses Buch lesen. Nicht nur Jugendliche finden sich zu dick oder fühlen sich von dem rassistischen Onkel genervt, es gibt genug Erwachsene, die vielleicht auch Trost in „Being Young“ finden, einfach weil man nicht allein ist.
Glasklare Leseempfehlung von mir! Das Besondere Schmankerl am Buch: Die wunderschönen Illustrationen. 

Being Young
von Linda Skåber
aus dem rowohlt-Verlag
ISBN: 978-3499002793



 

Montag, 25. Januar 2021

Splitter aus Silber und Eis

 


Eine Rezension von Vanessa, 18 Jahre alt. 

Der Roman handelt von Veris, einer Prinzessin aus dem Reich des ewigen Frühlings, in dem, wie der Name schon sagt, immer Frühling ist. Statt sich aber auf das Prinzessinnen-Sein vorzubereiten, wurde sie im Kämpfen trainiert, um mit 17 Jahren als Sakral ins benachbarte Reich des ewigen Winters geschickt zu werden. Dort leben die Fae, großgewachsene Wesen mit magischen Kräften, deren Prinzen sie töten soll, da Eissplitter aus seinem Herzen über die magische Grenze gelangen und Menschen aus dem Reich des ewigen Frühlings durchdrehen, morden und rauben lassen. Im Winterreich angekommen trifft sie auf den Prinzen, der ihre Abneigung erwidert. Seine Motivation ist herauszufinden, warum alle paar Generationen ein Sakral ihm gefährlich werden kann, warum alle paar Generationen ein Mädchen geboren wird, dass dazu in der Lage ist, ihn, den unsterblichen Prinzen mit einem Kuss umzubringen. Mit Hilfe von Veris Wissen möchte er herausfinden, wie er den Fluch brechen kann und so lernen sich die beiden besser kennen. Er versucht sie mit Geschenken zu erweichen, während sie versucht ihm näherzukommen, um ihn schlussendlich umzubringen. Als er sie auf eine Reise durch das Winterreich mitnimmt, lernt sie viele neue Wesen kennen, bis es in der Mitte zu einem ganz fiesen Plot Twist kommt.  
Ich fand das Buch super toll, vor allem aufgrund des Plot Twists und weil die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive der beiden erzählt wird und man trotzdem nie weiß, was als nächstes passiert. Ich empfehle das Buch für Mädchen ab 15 Jahren, weil es teilweise gewaltsame Szenen enthält. Trotzdem gebe ich dem Buch 5 von 5 Sternen. 

Splitter aus Silber und Eis

von Laura Cardea

aus dem Carlsen Verlag

ISBN 9783551584366


Samstag, 23. Januar 2021

Haferhorde - Schmetterlinge im Ponybauch

 


Eine Rezension von Sophia, 8 Jahre alt.


In dem Buch geht es um ein Shetlandpony namens Schoko, das ist verliebt und in ein Ponymädchen aus Island. Sie kann ihn jedoch kaum verstehen und er sie auch nicht. Als er dann holt das Ponymädchen in sein Zuhause holt, ist der Besitzer ganz sauer, weil der sonst auch immer so ist. Das Ponymädchen heißt Elfa und ist immer ganz ängstlich, auch, wenn es von der Freundin der Chefin auf ihr Gestüt verkauft wird. Das Buch geht aber gut aus, auch wenn das Ponymädchen verkauft bleibt, denn Schoko will sie oft besuchen kommen.  

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und man hat alles gut verstanden. Es waren viele schöne Bilder. Am besten hat mir gefallen, dass es um Pferde ging. Ich gebe dem Buch 4 Sterne.


Die Haferhorde – Schmetterlinge im Ponybauch

Von Suza Kolb

Aus dem Megellan Verlag

ISBN 9783734840234


Mittwoch, 4. November 2020

Rixton Falls - Secrets



Rezension von Lena, 18 Jahre alt

Als Demi von ihrem Verlobten verlassen wird, ahnt sie zwar bereits, dass sich ihr Leben von Grund auf ändern wird, aber wie sehr, hat sie nicht einmal in ihren schlimmsten Albträumen für möglich gehalten. Kurz nachdem ihr Verlobter Brooks sich mit all seinen Sachen auf und davon macht, verunglückt er schwer und wird ins künstliche Koma versetzt. Demi ist klar: Dass Brooks sie verlassen hat, wird ihr jetzt niemand mehr glauben, schon gar nicht seine überfürsorgliche Mutter Brenda. Als dann noch Royal auftaucht, der Junge, der jahrelang Teil ihrer Familie war und ihr vor sieben Jahren das Herz gebrochen hat, ist Demis Zwickmühle komplett. Aber warum ist Royal damals von einem auf den anderen Tag verschwunden, wenn er Demi doch geliebt hat? Und was weiß Demis Vater über ihn?

Der Prolog ließ auf mehr hoffen, doch leider ist diese Story recht banal. Schlecht nicht, nur einfach banal. Sie hat ihre Höhen und Tiefen und Stellen, die mich wirklich in ihren Bann gezogen haben, aber der Plot ist nicht mehr als solide. Demi zeigt zwar in ihren Gedanken durchaus eine trotzige Seite, aber ihr unterwürfiges Verhalten gegenüber Brenda ging mir etwas auf den Keks. Ich kann ja verstehen, einer Frau, deren Sohn gerade im Koma liegt, nicht auf den Kopf zuzusagen, dass ihr Sohn ein Mistkerl ist, aber gewisse Dinge, die Brenda abzieht, überschreiten einfach eine Grenze. Demis und Brooks Beziehung ist auch irgendwie ziemlich toxisch und ich frage mich, warum das niemandem in Demis Umfeld auffällt.
Royal war mir im Prolog noch sehr sympathisch, aber dass er Demi scheinbar eine ganze Weile beobachtet hat, finde ich etwas... bedenklich. Gut fand ich aber Demis inneren Konflikt zu wissen, dass Brooks sie verlassen hat, sie andererseits auch nicht wirklich aus ihrer Rolle als „Verlobten“ herauskommt. Eine schwierige Situation, die sehr gut beleuchtet wird und die Geschichte interessant macht. Trotzdem fand ich das Buch... nicht ganz rund. Vieles wurde für mich nicht ganz zufriedenstellend zu Ende gebracht. Wie gesagt, eine nette Liebesgeschichte, die aber leider immer wieder in bestimmte Rollenklischees abdriftet. Auch das Verhalten männlicher Charaktere gegenüber Frauen ist nicht immer angemessen. Vielen Dank an dieser Stelle übrigens an die „Lesejury“, denn ich durfte dieses Buch im Zuge einer „Leserunde“ des LYX-Verlages lesen.


3 von 5 Sternen

Rixton Falls

von Winter Renshaw
Aus dem Lyx-Verlag
ISBN: 978-3736314405

Freitag, 18. September 2020

Göttlich

 


Rezension von Lena, 17 Jahre alt

Helen ist sechszehn, lebt auf Nantucket und ist unglaublich schüchtern. Sie mag es nicht im Rampenlicht zu stehen, eine Tatsache, bei der ihr ihre übernatürliche Schönheit nur im Weg ist. Als die Familie Delos in die Stadt zieht und sie Lucas Delos in der Schule begegnet, überkommt sie ein ungeahnter Hass. Warum? Das kann Helen nicht sagen, sie weiß nur, dass sie Lucas bekämpfen muss. Dazu kommen noch die ständigen Alpträume, die sie seit Lucas‘ Ankunft plagen. Als klar wird, dass sie und Lucas Scions sind, Sprösslinge der griechischen Götter, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn Helen und Lucas sind dazu bestimmt, durch ihre Liebe einen furchtbaren Krieg auszulösen. Wir alle kennen die Geschichte der schönen Helena, Paris und den Krieg, den ihre Liebe auslöste.

„Göttlich verdammt“ ist der gelungene Auftakt der Trilogie rund um Helen, die Familie Delos und die griechischen Götter. Die Bücher sind eine moderne Interpretation des trojanischen Krieges und der Geschichte rund um Helena und Paris, denn jede dieser Mythologischen Figuren aus dem trojanischen Krieg hat ein Abbild in der heutigen Zeit. Helen ist das von Helena, Lucas das von Paris. Die Scions (also im Prinzip Halbgötter) sind in vier Häuser unterteilt, die von Poseidon, Apollon, Aphrodite und Zeus abstammen. Helen gehört zu den Atreus, dem Haus des Zeus, Lucas hingegen zum Haus Theben, das von Apollon abstammt. Diesen Häusern ist es verboten untereinander zu heiraten oder Beziehungen einzugehen, denn darauf beruht der Frieden des trojanischen Krieges. Deshalb gibt es die Furien, Rachegöttinnen, die dafür sorgen sollen, dass die Häuser einander bekämpfen, was das Verhalten von Lucas und Helen erklärt. So, jetzt haben wir die ganze Theorie endlich abgehakt. Ich liebe diese Reihe sehr, denn mich faszinieren die griechische Mythologie und besonders der trojanische Krieg schon seit Jahren. In der Grundschule hatte unsere Klassenlehrerin mal die „Ilias“ (also das Buch, in dem der trojanische Krieg beschrieben war) mitgebracht und ich habe immer mal wieder hineingeschaut. Mit dieser modernen Interpretation konnte ich aber viel mehr anfangen und besonders die Liebesgeschichte zwischen Helen und Lucas finde ich einfach schön. Die „Göttlich“-Trilogie ist eine Achterbahnfahrt und die Mythologie wird sehr spannend eingebaut. Trotzdem sind die „Fakten“ mit Vorsicht zu genießen, besonders beim Trojanischen Krieg. Das Beste an der Reihe sind aber ihre Nebenfiguren. Es macht einerseits total Spaß, zu erraten, welche Figur aus Troja man da gerade vor sich hat, andererseits verzweifelt man manchmal, wenn man erahnt, dass es für die Figur nicht gut enden könnte. Cassandra zum Beispiel, die Schwester von Lucas, ist eine unglaublich interessante Figur. Die ursprüngliche Cassandra war ein Orakel und dazu verflucht, die Wahrheit zu sehen, ohne dass ihr geglaubt wurde. Cassandra Delos wird zwar geglaubt, aber sie wird durch den Einfluss der Parzen, Schicksalsgötter, die durch das Orakel sprechen, immer distanzierter und wirkt am Anfang fast ein bisschen psychotisch. Diese toll ausgearbeiteten Figuren machen die Bücher so lesenswert.

Eine tolle Trilogie für Fantasy-Fans, die gern ein bisschen mehr zur griechischen Mythologie wissen wollen. Sie ist aber eher für etwas Ältere gedacht, ich empfehle sie ab etwa dreizehn, denn besonders in den letzten beiden Bänden werden die Kämpfe doch ziemlich brutal.

Göttlich Trilogie
von Josephine Angelini
aus dem Dressler Verlag
ISBN: 9783841504623


Ava und der Junge in Schwarz-Weiß



Rezension von Lena, 16 Jahre alt

Ava ist 16, Hamburgerin und ungeküsst. Eine Tatsache, die sich über die Sommerferien tunlichst ändern muss, findet sie. Da macht ihr das Schicksal aber einen Strich durch die Rechnung: Statt in den Camping-Urlaub nach Schweden, fährt sie zu ihrer Oma nach Kloppenbostel. Oma Luise hat einen gebrochenen Arm, ist Witwe und eigentlich leidenschaftliche Kino-Betreiberin. Aber jetzt? Ava ist entsetzt, als sie in Kloppenbostel ankommt. Das Kino ist verkommen, keine Besucher mehr und mit dem Filmverleih hat sich Oma Luise auch noch verkracht. Die einzigen Filme, die sie jetzt noch zeigen kann, sind uralt. Da kommt Horst ins Spiel: Horst ist die Hauptfigur des Filmes „Der Herzensbrecher“ und kommt mal eben so aus der Leinwand gehüpft. Der ist als fünfziger Jahre Macho was das Verhalten mit emanzipierten Mädchen wie Ava angeht, vollkommen überfordert. Seit wann durfte man Frauen nicht mehr „Zuckerpuppe“ nennen oder ihnen mal beiläufig an den Po fassen? Horst ist verwirrt, Ava genervt, besonders als Horst auch noch den einzig süßen Jungen der Umgebung vertreibt. Ein Glück, dass Frans mit s kein häufiger Name ist! Blöd ist nur, dass sich man sich gar nicht so richtig auf Frans konzentrieren kann, wenn nebenbei noch das Kino zu retten ist. Und dann ist da ja auch noch Horsti Herzensbrecher, der viel zu gut küssen kann…

Ich liebe dieses Buch! Es versprüht so viel Witz und Charme, man kann gar nicht anders, als mit einem fetten Grinsen auf dem Sofa zu sitzen. Besonders Oma Luise, die Verehrer auch mal mit dem Gewehr vertreibt, ist genial. Aber auch Ava, Horst und Frans sind toll, man kann gar nicht anders, als sich selbst zu fragen: Horst oder Frans? Der Handlungsstrang rund um die Erhaltung des „Titania Palastes“ bringt zusätzliche Spannung in das Buch und am Ende liebt man das Kino fast so sehr wie Ava und Luise. Das Buch ist auf eine gewisse Art und Weise gleichzeitig Parodie und Liebeserklärung an alte Filme. Auf der einen Seite nimmt es Genderklischees gekonnt aufs Korn, auf der anderen Seite kann man sich dem Charme von Rock’n’Roll, Petticoats und natürlich Horst nur schwer entziehen.                                         
Die beiden Autorinnen sind Mutter und Tochter und haben bereits einige erfolgreiche Kinderbücher verfasst. Vielleicht liegt es daran, dass Marta Martin mit ihren 20 Jahren noch ganz nah an den Hauptfiguren dran ist? Falls euch jetzt ihr Name bekannt vorkommen sollte: Marta Martin kann nicht nur schreiben, sondern auch schauspielern. Bekannt wurde sie durch ihre Rolle in der Filmreihe „Die Vampirschwestern“ in ihrer Rolle als Silvania.  

Ava und der Junge in Schwarz-Weiß

von Stefanie Gerstenberger und Marta Martin

aus dem Arena Verlag

ISBN: 978-3401604114