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Freitag, 5. November 2021

Das Glück wartet nur bis um vier

 


Eine Rezension von Klara, 12 Jahre alt.

In dem Buch geht es um die 11 Jahre alte May Belle, die Geräusche auf einem Tonband sammelt. Das wertvollste Geräusch ist das Lachen ihres Vaters, das sie eines Tages plötzlich im Radio hört. Sie kauft sich ein eigenes Radio und findet heraus, dass ihr Vater beim Radio arbeitet und eine Musiksendung hat. Der Sender veranstaltet gerade einen Gesangswettbewerb bei dem ihr Vater in der Jury sitzt. May will ihn unbedingt kennenlernen und versucht da hinzureisen, aber der Wettbewerb ist ganze 1000km von ihrem Zuhause entfernt und dann nimmt das Buch eine ganz überraschende Wendung und es passiert etwas, was man vorher eigentlich nicht gedacht hat und das hat mir sehr gut gefallen. 

Das Buch ist manchmal ein bisschen traurig, aber ich würde trotzdem 5 von 5 Sternen vergeben. Ich empfehle es ab 10/11 Jahren für Jungs und Mädchen. 

Das Glück wartet nur bis um vier
von Kate O'Shaughnessy
aus dem dtv Junior Verlag
ISBN 
978-3423763202

Freitag, 16. April 2021

Being Young


Eine Rezension von Lena, 18 Jahre alt

Being Young ist eine Reihe literarischer Monologe, in denen es sich alles um das Erwachsenwerden dreht. Literarische Monologe ist eine Art Gedicht oder eine Kurzgeschichte, das immer aus der Ich-Perspektive geschrieben ist und das Innenleben der Hauptfigur sehr ausführlich beschreibt. Das klingt jetzt erstmal sehr theoretisch oder vielleicht auch langweilig, aber das Gegenteil ist der Fall. Die meisten haben bereits literarische Monologe gelesen oder vielleicht auch schon geschrieben, denn was ist ein Tagebuch denn sonst? Ein ganzes Buch für Jugendliche, das rein aus diesen Monologen besteht, ist aber ungewöhnlich und das macht es so gut. Denn (und das wird im Buch sehr gut beschrieben) Erwachsenwerden ist ungewöhnlich und leider muss man da auf weiter Strecke auch allein durch, zumindest fühlt es sich so an.  Die Autorin Linn Skåber bietet auch keine Lösungen oder Ratschläge an, mit denen man sowieso nur bedingt was anfangen kann, es geht einzig und allein darum, sich nicht mehr ganz so allein zu fühlen und den Versuch sich selbst zu finden. Es ist auf eine komische Art befreiend, dass „Being Young“ keine Selbstoptimierungsorgie ist, bei der man von Leuten weit jenseits der Pubertät erklärt bekommt, wie man sich optimal in die Gesellschaft einfügen kann. Es gibt kaum Bücher, mit denen ich am wenigsten anfangen kann als mit diesen, denn im Rückblick sind die Autoren natürlich schlauer. Klar ist es falsch seine Eltern anzuschreien, aber bis 20 zählen hilft da nicht viel. Außerdem, mal ganz ehrlich, welcher Erwachsene tut das denn? Deshalb ist „Being Young“ so gut. In den Geschichten geht es oft darum, dass die Protagonisten Fehler gemacht haben oder sich in einer Situation befinden, die absolut nicht optimal ist, aber das ist nicht schlimm. Die Situation ist, wie sie ist, und sie wird auch oft nicht aufgelöst. Trotzdem oder gerade deshalb habe ich mich unglaublich oft in ihnen wieder erkannt. Aber nicht nur Jugendliche werden sich selbst wieder finden, auch Erwachsene sollten dieses Buch lesen. Nicht nur Jugendliche finden sich zu dick oder fühlen sich von dem rassistischen Onkel genervt, es gibt genug Erwachsene, die vielleicht auch Trost in „Being Young“ finden, einfach weil man nicht allein ist.
Glasklare Leseempfehlung von mir! Das Besondere Schmankerl am Buch: Die wunderschönen Illustrationen. 

Being Young
von Linda Skåber
aus dem rowohlt-Verlag
ISBN: 978-3499002793



 

Mittwoch, 25. November 2020

Fionrirs Reise


Rezension von Lena, 18 Jahre alt

Als der Drachenjunge Fionrir an seinem siebten Geburtstag aufwacht, weiß er schon, dass dieser Tag ein ganz besonderer ist, denn Drachen sind ab ihrem siebten Geburtstag keine Kinder mehr, sondern schon fast erwachsen. Aber wie besonders dieser Tag wirklich für ihn wird, kann er noch nicht ahnen, als er sein großes Geschenk auspackt und darin nichts anderes als ein Menschenmädchen findet! Quirina ist eine Prinzessin und gar nicht begeistert, von Drachen entführt worden zu sein. Als Fionrir sie dann auch noch fressen soll, ist sein Geburtstag endgültig im Eimer. Er mag Menschen schließlich, besonders Mirka und Wilko, die bei seinen Eltern in der Drachenhöhle wohnen. Ihm ist klar: Er muss Quirina um jeden Preis davor beschützen von seiner Familie gefressen zu werden, also beschließt er, sie allein nach Hause zu bringen. Eine abenteuerliche Reise beginnt…

„Fionrirs Reise“ wurde von Andreas Arnold geschrieben, der hier in der Wetterau lebt, weshalb ich netterweise für unseren Leseclub ein Rezensionsexemplar von ihm zugesandt bekommen habe, vielen Dank! Ich liebe Märchen ja über alles und ich finde „Fionrirs Reise“ kommt dem schon sehr nahe, schließlich gibt es Drachen, Prinzessinnen, Räuber und sogar sprechende Tiere. Eigentlich bin ich ja fast schon zu alt für das Buch, aber mal ehrlich, wer ist denn bitte jemals zu alt für Drachen? Selbst in „Game of Thrones“ gibt es sie. Im Gegensatz zu diesen oft sehr blutrünstigen Artgenossen, sind Fio und seine Familie eigentlich sehr friedlich, weshalb Fio ja auch so schockiert ist, dass er auf einmal einen Menschen fressen soll. Die Reise mit Quirina ist zwar abenteuerlich, aber ebenso schnell wieder zu Ende, wie sie angefangen hat, denn bevor Fio richtig versteht, was da gerade vor sich geht, hat der mysteriöse Wanderkrämer Aigolf die Prinzessin aufs Neue entführt. Das kann Fio natürlich nicht auf sich sitzen lassen, schließlich hat er Quirina versprochen, sie nach Hause zu bringen. Ich finde es toll, welche Charaktereigenschaften hier Kindern vermittelt werden. Fio gibt nicht auf, auch wenn er vielleicht doch noch ein bisschen zu klein ist, diese Reise allein zu schaffen. Aber das ist kein Problem, denn er kann sich immer auf sein Rudel verlassen, dass er im Laufe des Buches um sich herum sammelt. Freundschaft und Loyalität wird hier großgeschrieben, auch wenn es immer wieder Zankereien gibt. Das ist aber meiner Meinung nach nicht schlimm. Wer streitet sich denn mal nicht mit seinen Freunden? Wichtig ist aber, dass man sich danach wieder zusammenrauft und man sich trotzdem immer aufeinander verlassen kann. Die Welt von Fionrir ist sehr aufregend, ständig passiert irgendetwas ganz Unvorhergesehenes. Aber das Tempo tut dem Buch sehr gut und auch der Schreibstil leidet keinesfalls darunter. Mir hat „Fionrirs Reise“ wirklich gut gefallen, denn durch die hübschen Illustrationen und den lebhaften Erzählstil hat man das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Es tauchen zwar wirklich viele Personen auf, aber die kann man vorne immer im Register nachschlagen, das fand ich sehr gut gelöst. Ich empfehle „Fionrirs Reise“ für Jungen und Mädchen ab neun Jahren zum Selberlesen, zum Vorlesen sogar schon ab acht. Ein gutes Kinderbuch mit tollen Bildern!

Fionrirs Reise
von Andreas Arnold
aus dem Reimheim Verlag
ISBN: 978-3-945532102
 

Freitag, 21. August 2020

Der kleine Hobbit

 

Der kleine Hobbit
von J. R. R. Tolkien
aus dem dtv Verlag
ISBN: 978-3-423-21412-4

Wir haben beide „Der kleine Hobbit“ von J.R.R. Tolkien gelesen. Es geht in dem Buch um den kleinen Hobbit, er ist ziemlich klein und heißt Bilbo Beutlin. Eines Tages bekommt er Besuch von 12 Zwergen und einem Zauberer, die Namen von den ganzen Zwergen konnten wir uns leider nicht merken. Der Anführer der Zwerge, Torin Eichenschild stammt aus einer Adelsfamilie, den Königen von unter dem Berg und vor einiger Zeit wurden ihre Schätze vom Drachen Smaug gestohlen. Die Zwerge wollen ihre Schätze zurückerobern und der „Meisterdieb“ Bilbo soll ihnen dabei helfen. Nur, dass Bilbo gar kein Meisterdieb ist. Zu Beginn der Reise glaubt niemand außer Gandalf, der Zauberer, dass Bilbo es wirklich schaffen kann. Als sie abends im Wald ein Feuer sehen soll Bilbo seine Fähigkeiten unter Beweis stellen und schauen, ob die Luft rein ist. Er sieht einige gefährlich Trolle am Lagerfeuer und will die Anderen warnen, doch auf dem Rückweg versucht er einem der Trolle das Portemonnaie zu klauen, welches prompt zu schreien anfängt. Bilbo und etwas später auch die Zwerge werden gefangen genommen, nur Gandalf ist plötzlich verschwunden. Als Gandalf wieder auftaucht verwirrt er die Trolle, sodass sie bis zum Sonnenaufgang ohne Grund miteinander streiten. Die Trolle wurden mal aus Stein gemeißelt und wenn sie das nächste Mal Sonnenlicht erblicken erstarren sie für immer zu Stein. Als sie weiterziehen suchen sie wegen eines Sturms in einer Höhle Schutz. In der Nacht öffnet sich die hintere Wand und eine Horde Orks kommt heraus. Gandalf ist wieder verschwunden und während die Zwerge abhauen geht Bilbo verloren. Er landet in einer großen unterirdischen Höhle, in der lebt Gollum. Gollum redet immer mit sich selbst und man könnte ihn eigentlich als psychisch gestört einordnen. Er sagt immer „Mein Schatz“, weil er da unten halt niemanden zum Reden hat. Er versucht Bilbo zu fangen und zu fressen und sie einigen sich darauf dem anderen jeweils ein Rätsel zu stellen, bis einer falsch liegt. Wenn Bilbo falsch liegt wird er gefressen, wenn Gollum falsch liegt zeigt er Bilbo den Weg aus der Höhle. Bilbo kann sich nicht mehr daran erinnern, dass er zuvor Gollums Ring in der Höhle gefunden hat und fragt sich laut, was sich denn in seiner Tasche befindet, als er hineingreift. Gollum findet das unfair, aber Bilbo wird unsichtbar und kann entkommen. Er trifft seine Gefährten wieder und sie setzen ihre gefährliche Reise fort. Welche Gefahren wohl als nächstes auf sie lauern?

 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es einfach wunderschön geschrieben ist und ich mir gar nicht vorstellen kann, wie jemand so viel Fantasie haben kann, dass er diese ganze Welt erfinden kann. Am Anfang ist das Buch zwar noch relativ harmlos, aber weil es im Verlauf doch etwas gefährlicher wird, würde ich das Buch ab 13 Jahren empfehlen.

- Jolanda, 13 Jahre

 

Mir hat das Buch auch gefallen, am Anfang ist das Buch noch sehr langweilig, aber es kommen auch witzige Stellen vor, bevor es dann endlich spannend wird. Manche Stellen sind nichts für schwache Nerven, auch wenn es generell noch spannender hätte sein können.

- Lenja, 12 Jahre

 

Wir würden dem Buch 4 von 5 Sternen geben.

Warrior Cats - In die Wildnis

 

Warrior Cats - In die Wildnis
von Erin Hunter
aus dem Beltz Verlag
ISBN: 978-3-407-74215-5

Die Bücher handeln von einem Kater, der am Anfang noch ein „Hauskätzchen“ ist, wie es hier heißt. Er heißt Sammy ist ziemlich neugierig. Eines Abends klettert er über den Zaun seines Gartens und beschließt im Wald eine Maus jagen zu gehen. Er ist kurz davor zuzuschnappen, als er von einer Waldkatze angesprungen wird. Später erfährt er, dass es sich bei der Waldkatze um Graupfote, einen Schülerkater aus dem Donnerclan handelt. Seine Mentorin, Blaustern, ist die Anführerin des Clans und erkennt Potential in Sammy. Sie bietet ihm an ihn in den Clan aufzunehmen, wenn er am nächsten Tag wieder an dieselbe Stelle im Wald kommt. Sammy verabschiedet sich auf seine Art und Weise von seiner Menschenfamilie und schließt sich den Waldkatzen an. Er bekommt einen Schülernamen und heißt von da an, wegen seinem feuerroten Fell, Feuerpfote. Kurz darauf kommt Rabenpfote, ein anderer Schüler, angerannt und verkündet, dass der zweite Anführer im Kampf gegen den benachbarten Flussclan gestorben ist. Feuerpfote beginnt sein Leben im Clan und gewöhnt sich an die Schüleraufgaben, doch viele Katzen nehmen ihn nicht ernst, sie verachten ihn, weil sie denken, dass anders als Hauskätzchen nur Katzen mit echtem Kriegerblut auch Kriegerkatzen werden können. Rabenpfote erzählt ihm, dass er Tigerkralle, einen starken Krieger, gesehen hat, wie er den zweiten Anführer selbst umgebracht hat. Feuerpfote versucht dann Blaustern davon zu überzeugen, doch obwohl Blaustern ihm vertraut kann sie nicht glauben, dass Tigerkralle böse ist. Irgendwann stirbt jedoch auch der neue zweite Anführer und Feuerpfote muss Blaustern endlich dazu bringen, ihm zu glauben…

 

Das Buch wurde von Erin Hunter geschrieben, Erin Hunter ist jedoch keine Person, sondern das Pseudonym mehrerer Autorinnen, die gemeinsam die Warrior Cats - Reihe schreiben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich würde dem Buch 4,5 von 5 Sternen geben, weil das Buch zwar viele spannende Stellen hat, manchmal aber auch sehr langweilig werden kann. Meistens war es jedoch so spannend, dass ich es gar nicht mehr weglegen konnte. Ich würde das Buch ab 10 Jahren empfehlen, weil im Verlauf der Reihe doch einige Katzen sterben.


Rezension von Annika, 13 Jahre

Sonntag, 16. August 2020

Valor – Die Verschwörung im Königreich

 

Valor – Die Verschwörung im Königreich

von Ruth Lauren

aus dem Gulliver Verlag

ISBN: 978-3-407-74852-2


Das Buch spielt in einer anderen Welt und handelt von einem Mädchen namens Valor, das vortäuscht den Prinzen umbringen zu wollen, um in das Gefängnis Tyur’ma zu gelangen, in dem ihre Schwester gefangen ist. Es ist sehr mutig von ihr in das Gefängnis zu gehen, da noch nie jemand von dort ausgebrochen ist, aber sie muss ihre Schwester retten, weil diese die Spieluhr gar nicht geklaut hat, wegen der ihre gesamte Familie jetzt bei der Königin in

Ungnade gefallen ist. In das Gefängnis kommen Kinder, die ein Verbrechen begangen haben, aber noch nicht 16 Jahre alt sind, denn ab 16 müssen sie arbeiten, zum Beispiel in der Küche. Im Gefängnis findet Valor dann ihre Schwester und versucht mehrmals mit ihr zu fliehen.

 

Ich finde das Buch spannend, weil man nie wusste, ob sie es jetzt schafft oder nicht. Das Buch war außerdem sehr gut geschrieben und kann von Mädchen und Jungs ab 11 oder 12 Jahren gelesen werden. Jüngeren Kindern empfehle ich das Buch nicht, weil es an einigen Stellen schon sehr brutal ist. Deswegen und weil oft Wörter vorkommen, die man sich nicht merken oder aussprechen kann gebe ich dem Buch auch nur 4 von 5 Sternen.


Rezension von Lenja, 12 Jahre